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Beste Reisezeit und Klima in Norwegen

Norwegen reicht als schmaler Westsaum Skandinaviens bis weit über den nördlichen Polarkreis hinaus und ist von der geografischen Breite her in diesen Landesteilen mit Alaska, Grönland oder Sibirien vergleichbar. Dennoch bleiben alle Küsten im Winter eisfrei. Ursachen für dieses Phänomen sind die milden Temperaturen der hierher reichenden Ausläufer des Golfstroms und die von Westen wehenden Passatwinde.

Während im gesamten Küstenbereich daher ein maritimes Klima mit überwiegend ausgeglichenen Temperaturen über das ganze Jahr herrscht, wird das östlich rasch bis auf Höhen von über 2000 Meter ansteigende Hochland durch kontinentales Klima mit erheblich stärkeren Temperaturschwankungen zwischen Winter und Sommer geprägt. Das gilt vor allem auch für die Tieflandbucht im Süden mit Oslo und und seinem an Schweden grenzenden Hinterland, wo der Golfstrom keine Wirkung mehr hat.

Temperaturen

Mit abnehmender Tendenz von Süd nach Nord liegen die mittleren Monatstemperaturen im Winter an der Küste nur wenig unter dem Gefrierpunkt bei stürmischem, oft feuchtem Wetter. Über die Fjorde können Fallwinde aus dem trockenen, sehr kalten Hochland vordringen, wo um diese Jahreszeit Temperaturen unter -20 Grad vorkommen. Im Sommer steigen die Werte am Meer auf 12 bis 19 Grad. Das Wetter bleibt aber oft wechselhaft, wobei die Niederschläge generell von Westen nach Osten abnehmen. Auf dem Hochland und im Gebiet um Oslo kann es dann angenehme, stabile und trockene Hochsommerlagen mit 20 bis 25 Grad und mehr geben.

Beste Reisezeit

Die Monate von Mai bis September sind die beste Reisezeit. Überall und sehr schnell beginnen Wiesen, Hecken und Bäume zu blühen. In den Wochen vor und nach der Sonnenwende sind die Tage sehr lang, hell und warm. Nördlich des Polarkreises herrscht dann Mitternachtssonne. Die Luftfeuchtigkeit ist in dieser Zeit angenehm gering. Während der Monate Juli und August, in der Zeit der stabilsten Wetterlagen, kommen die meisten Touristen nach Norwegen.

Klima in Norwegen

Klima in Norwegen ©iStockphoto/surangaw

Winter in Norwegen

Wenn auch von deutlich weniger Reisenden genutzt, hat doch der norwegische Winter ebenfalls seine Reize. Die kalten, trockenen Tage laden trotz des Dämmerlichtes zum Wintersport ein. Nördlich des Polarkreises ist das rund um die Uhr möglich. Die beste Zeit dafür liegt zwischen Dezember und April. Nordlichter am Nordkap zeigen sich in der Regel zwischen November und Februar am kalten Polarhimmel.

Mücken

Entgegen vieler Vorurteile sind Stechmücken in Norwegen nicht immer und überall vorhanden. Grundsätzlich gibt es diese Plagegeister kaum in den obersten Hochlagen oder an der Küste bei windigem Wetter. Anders ist das allerdings in Sumpfgebieten oder an größeren Wasserflächen des Landesinneren bei geringer Luftbewegung oder wenn Schaf- oder Rentierherden in der Nähe sind.

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